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deBuman

Bürgergeschlecht von Freiburg, das 1396 das Bürgerrecht erwarb, ab 1782 Patrizier. Zahlreiche Familienmitglieder zeichneten sich im MA und im Ancien Régime in der städt. Obrigkeit aus (Vögte, Seckelmeister, Bannerherren, Geheimräte, Mitglieder des Gr. und Kl. Rats). Im Ancien Régime und in der 1. Hälfte des 19. Jh. standen viele in fremden Diensten. François-Ignace (1716-88), ab 1741 Burger von Freiburg, Bannerherr, Landvogt von Bulle und Mitglied des Geheimen Rats, ist der Stammvater der zwei noch heute in Freiburg existierenden Linien. Die ältere Linie stammt von François-Ignace-Nicolas (1742-81) ab. Sie weist zwei Gynäkologen, Edouard (1874-1959) und dessen Sohn Michel (1919-95), und einen Direktor des Kantonsspitals, den Juristen Ernest (1907-93), auf. Dominique (1956), Sohn von Michel und seit 1994 Stadtammann von Freiburg, strebte wieder eine polit. Karriere an. Die jüngere Linie, die auf Emmanuel-Nicolas-Raphaël (1750-1813) zurückgeht, ist in Freiburg und Belfaux heimatberechtigt. Die Fam. besass mehrere Häuser in Freiburg, ein Patrizierhaus mit Ländereien in Belfaux (19. Jh.), ein anderes in Agy (Gem. Granges-Paccot, 1918-60), einige Patrizierhäuser in Cormanon (Gem. Villars-sur-Glâne), ein Herrschaftshaus mit Landwirtschaftsgut in Wiler (Gem. Schmitten) seit Beginn des 20. Jh. Einige sind heute noch in ihrem Besitz. Durch Heirat verbanden sich die B. meistens mit anderen Freiburger Patrizierfam., u.a. mit den von der Weid, de Weck, de Gady, de Boccard.

Quellen und Literatur

  • Généalogie manuscrite de B. (B. de Diesbach, Freiburg)
  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 62-66; 5, 110-112

Zitiervorschlag

Marianne Rolle: "Buman, de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.03.2017, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021070/2017-03-20/, konsultiert am 01.02.2023.