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Werro

Weit verbreiteter Familienname. Bekannt ist vor allem die Familie der Stadt Freiburg, wo Janni Schacher von Grimoine (Gemeine Barberêche), genannt Werro, 1422 ins Bürgerrecht aufgenommen wurde. Der politische Aufstieg des von ihm ausgehenden Familienzweigs begann mit seinem Enkel Hans, der 1496 Mitglied im Grossen Rat, 1507 Heimlicher und 1513 Venner war. François, der Grossneffe von Hans, gehörte 1550 dem Kleinen Rat an und wurde 1563 Venner sowie 1566 Schultheiss von Murten. Dessen Sohn Sebastian (->) kämpfte für die katholische Reform. Im 18. Jahrhundert gehörte die Familie zu den privilegierten Geschlechtern mit Ratseinsitz. Sie gelangte mit François Romain (->) 1771 und dessen Sohn Charles Joseph (->) 1797 ins Amt des Schultheissen. Den politischen Umwälzungen 1798 stemmte sie sich mit allen Mitteln entgegen. François Romain (->), Staats- und Ständerat, starb 1876 als letzter männlicher Nachkomme des Zweigs.

Quellen und Literatur

  • StAFR, Dossier und Stammbaum
  • R. Binz-Wohlhauser, «Die Stadtfreiburger Elite des 18. Jh.», in FGB 86, 2009, 221-240, v.a. 229
Kurzinformationen
Variante(n)
de Werro

Zitiervorschlag

Kathrin Utz Tremp: "Werro", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021106/2013-10-04/, konsultiert am 04.03.2024.