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PlazidusTanner

31.3.1797 Arth, 17.2.1866 Engelberg, katholisch, von Arth. Sohn des Martin Alois, Nachtwächters, und der Verena Marty. Bruder des Anton (->). 1810 Klosterschule Engelberg, 1815 Eintritt ins Kloster, 1816 Profess, 1819 Priesterweihe. 1820-1834 und 1849-1866 Stiftsarchivar. 1826 Leiter der Klosterschule. 1834-1849 letzter Engelberger Pfarrer und Statthalter in Sins. 1851 Wahl zum Abt von Engelberg. Unter Plazidus Tanner setzte eine Neuorientierung und Dynamik ein, die sich unter anderem in der Umgestaltung der Klosterschule zum modernen Gymnasium 1851 oder in der Mitwirkung bei der Gründung des Frauenklosters Maria Rickenbach 1857 zeigte. Als Archivar liess Tanner Abschriften von Engelberger Quellen im In- und Ausland anfertigen, die in den drei Bänden "Collectanea" (1400-1615) zusammengestellt sind. Freundschaftliche Korrespondenz führte er mit Joseph Eutych Kopp und Hermann von Liebenau.

Quellen und Literatur

  • HS III/1, 651 f.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Alois Tanner (Taufname)
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 31.3.1797 ✝︎ 17.2.1866

Zitiervorschlag

Rolf De Kegel: "Tanner, Plazidus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.08.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021316/2011-08-12/, konsultiert am 16.04.2024.