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Johannes vonWerra

um 1476 Leuk, 8.8.1536 Leuk, von Leuk. Sohn des Junkers Heinrich, Meiers von Leuk, und vermutlich einer Uldrici. 1) 1500 Egidia Majoris, Tochter des Georg Majoris, 2) 1525 Juliana Patrici, Witwe des Bernardin de Montheys. Die Bezeichnung clericus lässt eine jurist. Ausbildung vermuten, doch wandte sich W. früh dem Soldatenleben und der Politik zu. Als 1506 Krieg mit Savoyen drohte, wählte ihn der Landrat zum Hauptmann der Walliser Vorhut. Er war erstmals vor 1508 und danach wiederholt Meier von Leuk. Er begleitete Matthäus Schiner als Rechtsberater nach Bern zum Jetzerprozess und später nach Rom. Als Kriegshauptmann der Walliser Hilfstruppen führte er 1512 die Vorhut des eidg. Heers im Piemont und nahm in Alessandria vom päpstl. Legaten das Juliusbanner entgegen. 1513 befehligte W. die 400 Walliser bei der Belagerung von Dijon. Im Dez. 1513 wurde er vom Landrat für zwei Jahre zum Landvogt nid der Mors gewählt. Nach Schiners Niederlage bei Marignano 1515 verlor W. seinen Einfluss im Wallis. Erst nach dem Tod des Kardinals wurde er 1524-25 Landeshauptmann und 1528-29 erneut Landvogt des Unterwallis. W. war einer der wohlhabendsten Walliser seiner Zeit und erwarb 1515 von Johanna Asperlin, der Gattin Theobalds von Erlach, 115 Haushalte in der Herrschaft von Zermatt und wurde so zum Mitherrn der Talschaft.

Quellen und Literatur

  • R. von Werra, «Zur Gesch. der Fam. von W. 1236-1536», in Vallesia 45, 1990, 409-518, v.a. 478-504
  • von Roten, Landeshauptmänner, 154-158