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JohannesRoten

16.7.1575 Raron, 21.11.1659 Sitten, kath., von Raron und Sitten. Sohn des Johannes, Meiers und Bannerherrn von Raron, Landvogts von Saint-Maurice, Grosskastlans von Martigny, und der Christina Waldin, Tochter des Moritz, Vizelandeshauptmanns, von Sitten. Urenkel des Johannes (->). 1) 1602 Christina Guntern, Tochter des Martin Guntern, Stieftochter des Johann In-Albon, 2) Ursula de Wolff, Tochter des Marc, Vizelandeshauptmanns, von Sitten, Witwe des Peter Challand. Besuch der Landesschule in Sitten und des Jesuitenkollegiums in Freiburg. 1601-10 Kammerherr am Hof seines Grossonkels Bf. Hildebrand von Riedmatten und von Bf. Adrian II. von Riedmatten, dann bischöfl. Fiskal. Ab 1610 regelmässig Bote des Zenden Raron auf dem Walliser Landrat. 1611 Meier von Raron, 1613-15 Landvogt von Monthey, ab 1619 Bannerherr von Raron, 1623-31 und 1638-59 Landeshauptmann. R. erwies sich als rücksichtsloser Verfechter der vollständigen Entmachtung des Fürstbischofs und erzwang 1630 von Bf. Hildebrand Jost einen formellen schriftl. Verzicht auf alle weltl. Herrschaftsansprüche des Bischofs. 1631 überliess er sein Amt Michael Mageran und wurde nach dessen Tod 1638 erneut gewählt. Während seiner zweiten Amtszeit vollzog sich im Wallis der Übergang von einer halbprotestant. Landschaft zur geeinten kath. Republik: Die letzten Protestanten von Leuk und Sitten wanderten aus, 1651 kehrten die Jesuiten an die Schulen zurück und 1656 wurde der Gregorian. Kalender eingeführt, was den Sieg der Gegenreformation untermauerte.

Quellen und Literatur

  • von Roten, Landeshauptmänner, 290-303
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Lebensdaten ∗︎ 16.7.1575 ✝︎ 21.11.1659