de fr it

JohannesGebwiler

um 1450 Colmar, nach 1530 vermutlich Eichstetten (Südbaden). Sohn des Schmieds des St.-Katharina-Klosters in Colmar. Studium 1465 in Freiburg im Breisgau, ab 1469 in Basel, 1476 Magister Artium (via moderna). Ab 1507 Doktor und Professor der Theologie. 1509 und 1526 als Dr. iur. can. bezeichnet. 1507, 1515, 1522 Rektor der Universität Basel, 1508-1517 wiederholt Dekan der theologischen Fakultät. 1498-1504 Pfarrer im elsässischen Türkheim. 1508-1530 Kanoniker, 1513 Prädikant zu St. Peter in Basel. Der Rat entzog Johannes Gebwiler 1523 wegen seiner Opposition gegen die neuen Strömungen und seiner Verunglimpfung Huldrych Zwinglis die Besoldung. 1526 nahm Gebwiler als Vertreter des alten Glaubens an der Badener Disputation teil. Vor 1529 verliess er Basel und resignierte 1530 als Kirchherr von Eichstetten auf sein Kanonikat. Vertreter der Scholastik, Sophistik, Gegner des Humanismus und der Reformation.

Quellen und Literatur

  • G.P. Marchal, Die Statuten des weltlichen Kollegiatstifts St. Peter in Basel, 1972, 418
  • J. Rosen, «Die Universität Basel im Staatshaushalt 1460 bis 1535: die Gehälter der Dozenten», in Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 72, 1972, 203
  • Nouveau dictionnaire de biographie alsacienne 12, 1988, 1133