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LeonhardMerz

um 1480 St. Gallen, nach 1533 Magdeburg (?), kath., später luth., von St. Gallen. Sohn des Leonhard (->). 1496-1501 Stud. an der Artistenfakultät der Univ. Leipzig, dort 1502-05 Prof. der Poetik und 1507-09 Lektor der aristotel. Physik, gleichzeitig Stud. der Rechte, spätestens 1511 Dr. iur. utr. der Univ. Leipzig, 1511 Prof. der Rechte in Rostock. 1516 wurde M. von Ebf. Albrecht von Magdeburg als Schöffe des Burggrafengerichts bestätigt. Zu dieser Zeit wird er als Syndicus der Stadt Magdeburg genannt. M. war Mitunterzeichner der Schmalkald. Abschiede vom 11.6. und 27.12.1531. Er nahm von Ende März bis Anfang Mai 1532 als Vertreter Magdeburgs an den Friedensverhandlungen zwischen den Bevollmächtigten der evang. Fürsten und Stände sowie den Unterhändlern Ks. Karls V. teil. Als solcher wird er auch im Nürnberger Anstand bezeichnet. 1533 war er immer noch als Schöffe in der Gerichtsverwaltung der Stadt Magdeburg tätig.

Quellen und Literatur

  • P. Staerkle, Beitr. zur spätma. Bildungsgesch. St. Gallens, 1939
  • Die Chroniken der niedersächs. Städte: Magdeburg, 2 Bde., 1962

Zitiervorschlag

Klinkmann, Claudia: "Merz, Leonhard", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.10.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021519/2008-10-31/, konsultiert am 23.10.2020.