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Johannes vonToggenburg

Erstmals erwähnt um 1468, letztmals 1491, Landmann von Schwyz. Unehelicher Sohn von Friedrich VII. (->). Wundarzt und Starstecher. Johannes von Toggenburg entfernte laut Hieronymus Brunschwigs Lehrbuch "Chirurgia" (1497) um 1468 dem ungarischen König Matthias Corvinus eine Pfeilspitze aus dem Arm und wurde dafür geadelt. 1475 eidgenössischer Gesandter beim Kaiser, 1480 Gesandter des Markgrafen von Brandenburg an die Tagsatzung. 1477 pries Johannes von Toggenburg an der Leipziger Messe seine chirurgischen Fähigkeiten an. Im selben Jahr veranlasste er eine Kopie des Wundarzneibuchs Heinrichs von Pfalzpaint (heute Burgerbibliothek Bern). 1481 wurde er von seiner in Kempten (Allgäu) gebliebenen Frau rechtlich belangt. 1491 pilgerte er nach Tours und beschaffte eine Reliquie des heiligen Martin für Schwyz.

Quellen und Literatur

  • C. Brunner, Die Verwundeten in den Kriegen der alten Eidgenossenschaft, 1903
  • VL 4, 783 f.
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Zitiervorschlag

Urs Leo Gantenbein: "Toggenburg, Johannes von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.10.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021563/2012-10-25/, konsultiert am 06.12.2023.