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HeinrichSchwarz

Porträt. Öl auf Leinwand von Beat Oschwald, 1624 (Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; Fotografie Jürg Fausch).
Porträt. Öl auf Leinwand von Beat Oschwald, 1624 (Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; Fotografie Jürg Fausch).

21.6.1562 Schaffhausen, 25.9.1629 Schaffhausen (an der Pest), ref., von Schaffhausen. Sohn des Heinrich, Munotbaumeisters, und der Magdalena Schmid. 1588 Veronika Peyer, Tochter des Heinrich Peyer. Nach dem Besuch des Thomascollegiums in Strassburg absolvierte S. ein Rechtsstud. in Tübingen, Genf und Bourges und promovierte 1586 in Bourges. Nach Abschluss seiner Studien stand er für Schaffhausen in diplomat. Diensten. 1588 wurde er Stadtschreiber, 1599 Zunftmeister der Schuhmacher und Obervogt von Löhningen sowie 1603 Obervogt von Buch. 1604-29 wirkte er als Bürgermeister der Stadt Schaffhausen. Ab 1598 war er erneut mehrfach Gesandter in schaffhaus. und eidg. Angelegenheiten, so 1603 beim Frieden von Saint-Julien, 1606-10 als Schiedsrichter bei einem Streit zwischen dem Fürstbf. von Basel mit Bern und Biel oder 1613 als Vermittler zwischen den Glaubensparteien in Glarus. S. galt als weitsichtiger und energ. Magistrat, der umfassende Reformen in Angriff nahm. Er sanierte den Staatshaushalt und reorganisierte das Wehr-, Armen- und Schulwesen. Ab 1627 begann er unter dem Titel "Gehaimb Kriegsbuoch" eine Sammlung von militär. Plänen, Anordnungen und Erlassen anzulegen, die nach seinem Tod v.a. von Hans Kaspar Lang weitergeführt wurde. 1627 stiftete S. mit seiner Frau das Schwarz'sche Legat, wobei der Hauptposten den Studierenden zugute kam. Das Legat gelangte 1944 in den Stipendiatenfonds des Kt. Schaffhausen. Im Münster-Kreuzgang befindet sich ein S. gewidmetes Epitaph.

Quellen und Literatur

  • «Das "Geheime Kriegsbuch" von Bürgermeister Heinrich S., hg. von J. Zimmermann», in Schbeitr. 42-44, 1965-67
  • Livre du Recteur 2, 535
  • A.S. Andreánszky, «Heinrich S.», in Schaffhauser Biogr., Tl. 6, 2007, 287-298
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