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Johann FelixWepfer

17.4.1671 Schaffhausen, 21./22.8.1749 Schaffhausen, reformiert, von Schaffhausen. Sohn des Hans Jakob, Urteilssprechers, und der Gertrud Ziegler. Grossneffe des Johann Jakob (->) und des Hans Conrad (->). 1696 Margaretha Ott, Tochter des Johannes, Dr. med., Landvogts von Neunkirch und Reichsvogts. Studium der Rechtswissenschaften an der Hohen Schule in Bern, 1690 Dissertation. Ab 1705 Mitglied des Grossen Rats von Schaffhausen, 1711-1722 Säckelmeister, ab 1714 Zunftmeister der Bäcker und damit Mitglied des Kleinen Rats. 1722-1725 Statthalter, 1725-1749 Bürgermeister, zwischen 1721 und 1741 24-mal Vertreter Schaffhausens an eidgenössischen Tagsatzungen und Konferenzen. Im Januar 1716 wurde Johann Felix Wepfer als Schaffhauser Unterhändler zu Verhandlungen mit Österreich abgesandt, einerseits um über den Erwerb des Hochgerichts im Reiat zu verhandeln, andererseits um (inoffiziell) im Wilchingerhandel Einfluss zu nehmen, wobei er ein überzeugter Vertreter einer harten Linie gegenüber Wilchingen war. In dieser Mission verbrachte Wepfer fast anderthalb Jahre in Wien und Innsbruck. 1719 reiste er erneut nach Wien. Mit Ausdauer und Verhandlungsgeschick brachte er Kaiser Karl VI. dazu, die hohe Gerichtsbarkeit über den Reiat 1723 an Schaffhausen zu verkaufen. Wepfer galt zu seiner Zeit als die dominierende Gestalt im Schaffhauser Rat.

Quellen und Literatur

  • H.U. Wipf, Schaffhausen erwirbt die hohe Gerichtsbarkeit über den Reiat, 1973, v.a. 35, 41 f.
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Zitiervorschlag

Christian Baertschi: "Wepfer, Johann Felix", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021642/2013-10-02/, konsultiert am 17.07.2024.