de fr it

Johann LudwigPeyer

9.9.1722, 27.2.1813, ref., von Schaffhausen. Sohn des Johann Conrad und der Maria Magdalena geb. P. 1760 Ursula Juditha von Waldkirch, Tochter des Franz, Gerichtsherrn zu Marthalen. 1749 Urteilsprecher, 1753-55 Landvogt in Mendrisio, 1761-68 Stadtschreiber, 1768 Seckelmeister. P. wurde 1752 Grossrat und erreichte 1777 die höchsten Ämter Schaffhausens mit dem Wechsel von der Gesellschaft zun Kaufleuten zur Zunft zum Rüden. Diese wählte ihn im selben Jahr als Zunftmeister und damit in den Kl. Rat von Schaffhausen, dem er bis 1798 angehörte (1788 Statthalter, 1797-98 Amtsbürgermeister). Mit der Besetzung der Schweiz durch die franz. Truppen verlor P. sein Amt als Kleinrat. Unter der österr. Besetzung Schaffhausens wurde er 1799-1800 Amtsbürgermeister der Interimsregierung. Die Rückkehr der franz. Truppen beendete seine polit. Karriere endgültig. P. war ein Physiokrat, um den sich 1766 eine aufklärer. Gesellschaft bildete, in der Schriften von Jean-Jacques Rousseau und Friedrich Gottlieb Klopstock gelesen wurden. Unter seiner Leitung wurde 1771-79 das Spitzwiesental entwässert. 1776-84 stand P. der vom Rat eingesetzten Ökonom. Kommission vor, welche die Düngung durch Asche und Gips sowie Kleeanbau statt Brachlegung durchsetzte. In seine Amtszeit fiel 1779-83 der Neubau des Zunfthauses zum Rüden und 1787 des Güterhofs an der Schifflände. P. war ein typ. Vertreter des Ancien Régime, dessen aufklärer. Geisteshaltung bis in die Zeit der neuen Gesellschaftsordnung wirkte.

Quellen und Literatur

  • StadtA Schaffhausen, FamA
  • R. Frauenfelder, Gesch. der Fam. P. mit den Wecken, 1410-1932, 1932, 51-54
  • E. Breiter, Die Schaffhauser Stadtschreiber, 1962, 162-164
  • Gesch. der Fam. P. mit den Wecken, 1998, 35
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF