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Hans FriedrichIm Thurn

Der Schaffhauser Politiker, porträtiert von einem unbekannten Künstler. Öl auf Leinwand, um 1675 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-14617).
Der Schaffhauser Politiker, porträtiert von einem unbekannten Künstler. Öl auf Leinwand, um 1675 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-14617).

10.12.1610 Schaffhausen, 20.8.1681 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). 1631 Elisabeth Ringk von Wildenberg, Tochter des Diethegen, Urteilssprechers. 1636-42 war I. - wohl aufgrund väterl. Protektion - Landvogt in Neunkirch. Ab 1652 gehörte er als Vertreter der Herrengesellschaft dem Gr. Rat an. Hier zeigte er sich als äusserst eigenwillige Persönlichkeit. Wiederholt nutzte er seine Stellung, um Missstände im Schaffhauser Stadtstaat anzuprangern und um dessen führende Politiker anzugreifen. Allerdings könnten seinem Handeln auch Differenzen der Fam. I. mit einzelnen anderen, zur Schaffhauser Oberschicht gehörenden Fam. zugrunde gelegen haben. Dazu kamen Auseinandersetzungen um die Gerichtsherrschaft Thayngen. I. engagierte sich besonders gegen die ab dem 14. Jh. alljährlich in Schaffhausen erhobene Vermögenssteuer und gegen die Unordnung der städt. Finanzen. Wiederholt suchte ihn die regierende Oberschicht Schaffhausens mit Bussen mundtot zu machen. Trotzdem wurde er 1681 in den Kl. Rat gewählt. I. gilt als eine der profiliertesten Schaffhauser Politikerpersönlichkeiten der frühen Neuzeit.

Quellen und Literatur

  • K. Schmuki, Steuern und Staatsfinanzen, 1988, 336-339, 344-348
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Lebensdaten ∗︎ 10.12.1610 ✝︎ 20.8.1681