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UlrichVarnbüler

um 1440, 1495/1496 Lindau. Sohn des Hans, Zunftmeisters und Kleinrats, und der Margareta Burgauer. Bruder der Angela (->). Agnes Beeli, Tochter des Ulrich. 1467 Zunftmeister der Schneider in St. Gallen, führte 1476 die stadt-sankt-gallischen Truppen bei Grandson und Murten. 1478 Ratsherr und 1481-1490 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister sowie Reichsvogt der Stadt. Im Bemühen, die Autonomie der Stadt zu fördern, geriet Ulrich Varnbüler in Konflikt mit der unter Ulrich Rösch erstarkten Abtei. Er vereitelte mit dem Rorschacher Klosterbruch 1489 den Plan des Abts, das Kloster nach Rorschach zu verlegen. Als die Stadt im St. Galler Krieg 1490 den äbtischen Verbündeten unterlag, floh er zuerst nach Innsbruck, dann nach Lindau. Seinen Prozess um die in der Stadt St. Gallen zurückgelassenen Güter setzten seine Söhne fort.

Quellen und Literatur

  • E. Ehrenzeller, Gesch. der Stadt St. Gallen, 1988, 90-107
Weblinks

Zitiervorschlag

Rezia Krauer: "Varnbüler, Ulrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.07.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021784/2011-07-07/, konsultiert am 20.05.2024.