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JosephArnold

10.2.1738 Altdorf (UR), 13.5.1819 Pfäfers, katholisch, von Altdorf. Sohn des Landschreibers Franz Anton und der Maria Anna Tanner. Im Kloster Pfäfers 1755 Profess, 1761 Priesterweihe, 1768-1770 und ab 1786 Dekan, ab 1769 zudem während 14 Jahren Kanzler, 1805-1819 Abt. Es gelang Joseph Arnold trotz seines Reformwillens nicht, die wirtschaftliche Situation der durch die Helvetische Revolution schwer getroffenen Abtei zu stabilisieren, die klösterliche Disziplin zu heben und die Spaltung des Konvents in die Parteien der "Alten" und der "Jungen" zu verhindern. 1806 eröffnete er in Pfäfers eine Schule, die aber nicht gedieh. Den Loskauf der Zehnten konnte Arnold zum Abschluss bringen, musste sich aber weiterhin mit den Gemeinden Pfäfers, Vättis, Ragaz und Sargans in rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Die Verschlechterung der klösterlichen Finanzlage wurde noch verstärkt durch die Katastrophenjahre 1816-1817. Am 11. Dezember 1816 wurde nach einem Schlaganfall Arnolds Pater Gregor Wachter mit der weltlichen Verwaltung betraut.

Quellen und Literatur

  • HS III/1, 1031 f.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Johann Bartholomäus Florian Wilhelm Arnold (Taufname)
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 10.2.1738 ✝︎ 13.5.1819

Zitiervorschlag

Werner Vogler: "Arnold, Joseph", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.09.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021852/2001-09-18/, konsultiert am 27.01.2023.