de fr it

Danz

Bis ins 19. Jh. zahlreiches, früher weit verzweigtes altes Geschlecht von Zuoz, 1465 erstmals erw. als Vertreter der Nachbarschaft. 1638 wurden mehrere D. von Ks. Ferdinand III. in den erbl. Adelsstand erhoben. Im 17. und 18. Jh. stellten die D. im Oberengadin fünfmal den Landammann, fünfzehnmal den Talkanzler, zudem viele Geistliche, so Johann Peter, Dr. phil., um 1600 Lateinlehrer in Zuoz, der 1620 in Teglio dem Veltlinermord zum Opfer fiel. Gian Pitschen und dessen Sohn Jacheam, beide Magister Artium der Univ. Basel, waren 1631-1723 Pfarrer in Zuoz. Im 18. und 19. Jh. betrieben Mitglieder der Fam. eine intensive gewerbl. Auswanderung, v.a. nach Bordeaux, Modena, Rodez (Midi-Pyrénées) und Triest, vor 1766 vereinzelt nach Venedig. Angehörige des letzten bestehenden Zweigs des Gian Pitschen leben in Tschierv (Val Müstair).

Quellen und Literatur

  • P. Boringhieri, «Pussaunza, richezza e poverted a Zuoz, 1521-1801», in Annalas 102, 1989, 80-201
  • C. Wieser, Zuoz, 1991
Weblinks
Weitere Links
e-LIR