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Ruinelli

Bergeller Notarsfamilie. Der Name R. erscheint 1435 erstmals urkundlich und kam später in den Varianten Ruinella, de Ruinello und de Ruinellis vor. 1474 wird Johannes, Müller in Soglio, als Notar erwähnt. Johannes Molinari de Ruinello übernahm 1529 das Amt des Bergeller Podestà. Jacob (1533-78) promovierte 1555 in Padua zum Doktor beider Rechte. Er betätigte sich u.a. als Notar und Dolmetscher und erwarb 1563 Schloss Baldenstein. Mit seinem Enkel Jacob (->) erlosch die Baldensteiner Linie. Johannes (1596) arbeitete hauptberuflich als Notar. Fünf seiner sechs Söhne waren ebenfalls im Bergell als Notare tätig, unter ihnen Andrea (->), Daniel (1596), der ein Stipendium für Paris bekam und im Veltlin als Notar amtierte sowie Anton, der in Basel und Heidelberg studiert hatte.

Quellen und Literatur

  • P. Fravi, Schloss Baldenstein, 1974
  • G. Pool, «Bergeller Notare», in JHGG 113, 1983, 63-154, v.a. 107-113
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