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MaxGubler

Der Maler in seinem Atelier. Fotografie von Theo Frey, um 1950 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).
Der Maler in seinem Atelier. Fotografie von Theo Frey, um 1950 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).

26.5.1898 Zürich, 29.7.1973 Zürich, von Zürich. Sohn des Heinrich Eduard, Dekorationsmalers und Restaurators, und der Bertha geb. Plüss. Bruder von Eduard (->) und Ernst (->). 1927 Maria Gronenschild. G. besuchte 1914-18 das Lehrerseminar Küsnacht (ZH), das er kurz vor dem Abschluss verliess. Um 1914 begegnete er dem Kunsthändler Han Coray, einem seiner ersten und wichtigsten Sammler. 1916-18 lernte er Künstler aus dem Dadaistenkreis kennen, 1918 den Kunsthändler Paul Cassirer, der ihn als Mäzen unterstützte. In diesen Jahren befasste er sich intensiv mit dem Expressionismus. 1920 reiste G. erstmals nach Florenz, 1921 hielt er sich in Berlin auf, wo er Karl Hofer besuchte. Nach einer zweiten Florenzreise 1923 lebte und arbeitete G. 1924-27 (mit Unterbrüchen) auf der ital. Insel Lipari. Die Auseinandersetzung mit den Arbeiten von Pablo Picasso und Paul Cézanne hatten eine grosse Wirkung auf die in Italien gemalten Landschaften und Figurenbilder. 1930-37 (1932-34 Eidg. Kunststipendium) hielt sich G. in Paris auf, wo er Aristide Maillol mehrmals in seinem Atelier besuchte). Mit dem Bildhauer Marc Leroy verband ihn eine Freundschaft. Ab 1937 lebte G. in Unterengstringen. 1957 brachte eine schwere Erkrankung seine Arbeit weitgehend zum Erliegen, nach dem Tod seiner Frau 1961 malte er gar nicht mehr. Die letzten fünf Jahre seines Lebens verbrachte er in der Klinik Burghölzli in Zürich. G.s Werk umfasst neben Landschaften, Stillleben, Porträts und Figurenbildern auch eine ganze Reihe von Wandbildern. Seine expressionist. Malerei entwickelte im Spätwerk eine leuchtende Farbigkeit und eine starke Auflösung der Formen. 1942 zeigte das Kunstmuseum Solothurn die bis dahin ausführlichste Einzelausstellung G.s. 1952 vertrat dieser die Schweiz an der Biennale in Venedig. 1952-53 fand im Kunsthaus Zürich eine Retrospektive von G.s Werk statt. 1938 Preis der Conrad-Ferdinand-Meyer-Stiftung, 1959 Kunstpreis der Stadt Zürich.

Quellen und Literatur

  • R. Frauenfelder, Max G.: Kat. der Gemälde, 3 Bde., 1997
  • BLSK, 441-443
  • Max G. (1898-1973), Ausstellungskat. Solothurn und Schaffhausen, 1998
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Lebensdaten ∗︎ 26.5.1898 ✝︎ 29.7.1973