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Wicka

Fam. aus Delsberg, ursprünglich von Vicques, deren Mitglieder im Fürstbistum Basel wichtige Ämter innehatten. Der 1487-1538 erw. Jean de Vicques, Bürger von Delsberg, war der Stammvater von zwei Zweigen. Aus dem älteren gingen fünf Bürgermeister der Stadt hervor, darunter Jean-Jacques Conrad (->), drei Statthalter des Fürstbischofs für das Delsberger Tal, vier Chorherren von Moutier-Grandval und mehrere Ordensfrauen. Jean-François (1623-88), Verwalter der Salzwerke von Hall im Tirol, wurde 1666 von Ks. Leopold I. geadelt (1671 Gf. von Wickburg und Reinegg). Sein Sohn François-Sigismond (1662-1738) gehörte dem Domkapitel Basel an. Aus dem jüngeren Zweig wechselte der Jurist Henri-Joseph (1753-1837) mit Beginn der republikan. Zeit aus dem Dienst des Fürstbischofs in jenen Frankreichs und wirkte insbesondere am Gericht von Colmar. 1805 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Sein Bruder Marcel (1758-1842), Arzt und 1808 Steuereinnehmer von Delsberg, war der letzte Namensträger.

Quellen und Literatur

  • A. Rais, «Une famille cinq fois séculaire: les W. de Delémont», in SAHer, 1976, 50-56
  • C. Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678-1803), 1983, 323-325