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HeinrichWüest

14.5.1741 Zürich, 7.4.1821 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Ludwig, Seilers, und der Margareta Thumeisen. 1774 Katharina Hirzel, 2) 1785 Elisabeth Rollenbutz verwitwete Steinfels. Ab 1756 vierjährige Lehrzeit im Flachmaleratelier seines Verwandten, Melchior Wüest. Auf Anraten des Malers Johann Balthasar Bullinger 1760-1766 Studienreise nach Amsterdam. Künstlerische Förderung unter anderem durch den Schaffhauser Maler Hans Jakob Maurer und Cornelis Ploos van Amstel. 1766-1769 Aufenthalt in Paris. 1769 Rückkehr nach Zürich, Aufnahme in die Malerzunft, Freundschaft mit Salomon Gessner, 1787 Mitgründer der Zürcher Künstlergesellschaft. Heinrich Wüest malte vor allem Fluss-, Seen- und Baumlandschaften im Stil der niederländischen Landschaftsmalerei, darunter auch dekorative Arbeiten für Wohnräume. Seine Darstellungen imposanter und idyllischer Naturschauplätze drücken die zeitgenössische Vorliebe für erhabene bzw. pittoreske Stimmungslandschaften aus. Die naturgetreue, topografisch realistische Wiedergabe der Motive geht mit dem Aufkommen der touristischen und naturwissenschaftlichen Erkundung der Schweiz einher.

Quellen und Literatur

  • BLSK, 1144
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 14.5.1741 ✝︎ 7.4.1821

Zitiervorschlag

Sabine Hügli Vass: "Wüest, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022122/2013-11-26/, konsultiert am 24.06.2024.