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Carl AlbertAngst

19.7.1875 Genf, 4.5.1965 Genf, von Wil (ZH) und Genf. Sohn eines Möbelschreiners. 1896-1911 in Paris als Bildhauer und Holzschnitzer (u.a. Jugendstilmöbel), zunächst bei Jean-Auguste Dampt, ab 1903 selbständig: Zeichnungen und Plastiken, insbesondere Kinderbildnisse. 1909 einer der fünf Preisträger für den Entwurf zu einem schweizerischen Nationaldenkmal zum Thema Heldenzeitalter. 1911-1913 Professor an der Ecole des Arts Industriels in Genf. 1916-1918 und 1927-1930 Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission. Skulpturen für öffentliche Plätze, Bildnisbüsten und Medaillons (Barthélemy Menn, Ferdinand Hodler). Umrahmung der Bahnhofsuhr Lausanne, Giebelfigur "La Justice" und drei Portalkrönungen am Bundesgericht. Carl Albert Angst orientierte sich zuweilen an der griechischen und ägyptischen Kunst. Es gelang ihm kaum, sich gänzlich von seinem Vorbild Auguste Rodin zu lösen, dessen symbolhafte und psychologisierende Momente stets präsent blieben. 1987 verbrannten zahlreiche seiner Werke im Depot des Musée d'art et d'histoire in Genf.

Quellen und Literatur

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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 19.7.1875 ✝︎ 4.5.1965

Zitiervorschlag

Tapan Bhattacharya: "Angst, Carl Albert", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.07.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022131/2001-07-16/, konsultiert am 03.06.2023.