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Schwytzer von Buonas

Fam. des Luzerner Patriziats. Der Stammvater Christian Schwiter, der gemäss der familieninternen Überlieferung aus Konfessionsgründen Winterthur verlassen haben soll, wurde 1527 Luzerner Bürger. Die genealog. Abfolge gilt ab Martin (1610) als gesichert. Mit ihm war die Fam. ab 1575 im Gr. Rat, mit Niklaus ab 1633 im Kl. Rat vertreten. Der geringe Personenbestand verhinderte mehrfache Ratsvertretungen, so dass jeweils höchstens ein Sitz von einem Familienangehörigen besetzt war. Das Schultheissenamt erreichten Johann Martin (->) 1704-12 und Xaver (->) 1833 sowie 1836. Ab dem 19. Jh. stellten die S. mehrere leitende kant. Beamte: Franz Xaver war Kantonsingenieur, Franz Albert Oberförster, Franz Forstinspektor und Hans Kantonsstatistiker. Durch die Heirat von Johann Martin mit Anna Maria Katharina von Hertenstein (1654) gelangte die Fam. 1656 in den Besitz der Herrschaft Buonas, die sie bis zum Verkauf 1782 innehatte. Franz stiftete 1752 sein Gut Oberherdschwand bei Emmen als Fideikommiss, das die Fam. 1919 durch das Landgut Götzental bei Dierikon ersetzte und das heute noch besteht. Seit dem 19. Jh. befindet sich auch das Landgut Dorenbach in Luzern im Familienbesitz. 1676-1703 und 1876-2001 waren die S. Inhaber der Kollatur der Cloos'schen Familienkaplanei in Meggen.

Quellen und Literatur

  • FamA im Privatbesitz, Luzern (Teilverz. im StALU)
  • F.X. Schwytzer, «Die ehem. Gerichtsbarkeit und das Schloss Buonas im Kt. Zug», in Gfr. 33, 1878, 135-270
  • A. Sautier, Die Familienfideikommisse der Stadt und Republik Luzern, 1909, 320-327
  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 539-541; 2, 774-780; 6, 648-650
  • Kdm LU 1, 1946, 242-247; 3, 1954, 256-258
  • K. Messmer, P. Hoppe, Luzerner Patriziat, 1976