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Coulon

Fam. aus Cornus (Rouergue), Hugenotten, seit 1767 Bürger von Neuenburg. 1754 flüchtete Paul (1731-1820) aus religiösen Gründen nach Genf, wo er eine Anstellung bei Plantamour & Rivier erhielt. 1760 ging er nach Neuenburg und wurde Partner des Kaufmanns Jacques-Louis de Pourtalès. 1796 gründete er ein Handelshaus mit Sitz in Paris. Dieses leitete er von Neuenburg aus, sandte aber seinen Neffen, seinen Schwiegersohn und später seine drei Söhne nach Paris. 1813 musste das Handelshaus seine Türen schliessen, die Fam. blieb aber weiterhin in Bankwesen, Handel und Industrie (Kabelwerk in Cortaillod) tätig. Einige Mitglieder hatten polit. Ämter inne. Charles, Henri und Albert - Enkel von Paul und Söhne von Paul-Etienne (✝︎1847) - sowie ihr Onkel Paul-Louis-Auguste (->) wurden 1847 von Kg. Friedrich Wilhelm IV. in den Adelsstand erhoben. Der jüngere Zweig, von Paul-Etienne abstammend, ist seit 1829 in Eclépens verburgrechtet. Noch heute besteht die von Pauls Söhnen gegr. Familienkiste (Familienstiftung) in Neuenburg. Pauls Haus im Faubourg-de-l'Hôpital in Neuenburg befindet sich, wie auch die anderen Liegenschaften, darunter das Schloss Eclépens, noch immer im Besitz der Familie.

Quellen und Literatur

  • Schweiz. Geschlechterbuch 2, 91-97; 6, 93-103
  • Kdm NE 1, 1955, 378-382
  • L. Bergeron, Banquiers, négociants, manufacturiers parisiens du Directoire l'Empire, 1978, 167-189
  • Le Refuge huguenot en Suisse, Ausstellungskat. Lausanne, 1985, 138-140