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Girard

Notabelnfam. von Savagnier. Die G. sind Nachkommen des Perrenet (um 1402), genannt Vaulet, aus Geneveys. Der Familienname verfestigte sich im 16. Jh. aus dem Vornamen G., nachdem dieser durch G. Jean Perret weitergegeben worden war. Die G. waren ursprünglich Leibeigene der Herren von Colombier (NE); Antoine wurde 1570 freigelassen. Dessen Urenkel Abraham erhielt 1625 das Bürgerrecht von Valangin. Von da an spielte die Fam. eine dominierende gesellschaftl. Rolle und brachte v.a. Notare (sechs Generationen), Gerichtsherren, Räte und Säckelmeister der Herrschaft von Valangin, aber auch Offiziere in fremden Diensten hervor. Die G. knüpften versch. Allianzen mit vornehmen Fam. (Pourtalès, d'Andrié). Um die gesellschaftl. Stellung des Geschlechts zu bewahren, gründete David (1638-1717) 1715 eine Stiftung für die Ausbildung der männl. Nachkommen. Gegen 1830 verlor die Fam. ihr Prestige. Ihre Mitglieder hatten keine öffentl. Funktionen mehr inne, sondern widmeten sich hauptsächlich der Landwirtschaft.

Quellen und Literatur

  • H. Girard, Le fonds de famille G. de Savagnier, 1717-1967, 1967, (mit Stammtaf.)

Zitiervorschlag

Volorio Perriard, Myriam: "Girard", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.12.2005, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022377/2005-12-02/, konsultiert am 27.11.2020.