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Huguenin

Seit dem 15. Jh. tragen mehrere Neuenburger Fam., die aus Le Locle, La Chaux-de-Fonds, La Brévine, La Chaux-du-Milieu, Coffrane und Les Verrières stammen, den Namen H., wobei die Verkleinerungsform des Vornamens Hugues oft mit einem zweiten Namen (Name der Mutter, Ortsname, Vorname, Nachname) kombiniert wurde. Es sind nicht weniger als zwanzig Zweige zu unterscheiden, darunter die H.-Benjamin, H.-Bergenat, H.-d'Hostaux (bzw. -Dothaux oder -Dezot), H.-Dumittan, H.-Elie, H.-Jacot, H.-Lenoir, H.-Richard, H.-Tenet (bzw. -Thenet), H.-Virchaux und H.-Vuillemin. Der wichtigste scheint der Zweig von Le Locle zu sein, der auf den 1463 erw. Othenin zurückgeht. Dieser hatte vier Söhne, nämlich Othenin, Jehan, H. und Jaquet, die 1502 in Valangin eingebürgert wurden. Einige H. machten sich als Geistliche oder Politiker einen Namen, so David, 1641-74 Pfarrer und Feldprediger eines Schweizer Regiments in holländ. Diensten, Claude-François (1657-1720), ab 1709 Staatsrat, David (1766), Staatsrat und 1750 Staatskanzler, sowie Eugène (1814-93), Teilnehmer an der Neuenburger Revolution von 1848, Präs. des Grossrats und Friedensrichter sowie Lucien (->). Andere Mitglieder der Fam. taten sich in der Uhrenindustrie hervor, etwa Louis-Frédéric (1713-58), Uhrmacher des Kg. von Preussen, David-Guillaume (->) und Fritz (->). Fritz (->) und Albert begründeten eine Dynastie von Medailleuren. Die Fam. brachte auch Künstler hervor: Fritz H.-Lassauguette (1842-1926) und dessen Sohn Paul H.-Virchaux (1870-1919), beide Maler und Zeichner, Oscar (->), Adèle H.-Vuillemin, genannt T. Combe, Charles H.-Dumittan (1870-1939), Geiger, Komponist, Chorleiter und Spezialist für prot. Kirchenmusik, sowie André H.-Dumittan (1888-1975), Bildhauer. Zu erwähnen gilt es ausserdem Jean-Jacques (->), Edouard (->), genannt H. Pacha, sowie Bélisaire H.-Dumittan (1876-1940), Prof. für Veterinärmedizin an der Univ. Bern, und Elisabeth (->). Zahlreiche H. wanderten aus und gründeten in den Niederlanden, den USA und in England neue Familienzweige.

Quellen und Literatur

  • P.-A. Borel, «Famille H.-Virchaux», in JbSGF, 1998, 103-112
  • X. Pasche, Chroniques et armoiries H. collectées et armoiries d'alliance Gilliéron, 2000