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Hans BeatWieland

11.6.1867 Gallusberg bei Mörschwil, 23.8.1945 Kriens, von Basel. Sohn des Richard Ludwig, Ingenieurs. 1898 Elsa Henkell, Malerin, Tochter des Rudolf, Sektfabrikanten. Nach dem Tod des Vaters zog die Familie nach Basel, wo Hans Beat Wieland 1883 die Gewerbeschule und 1884 die Kurse von Fritz Schider an der Zeichen- und Modellierschule besuchte. 1885 wurde er an die Kunstgewerbeschule München aufgenommen, wechselte aber bald an die Kunstschule von Paul Nauen und 1886 an die Akademie. In München verkehrte er im Kreis der Schweizer Künstler um Wilhelm Balmer, Ernst Kreidolf und Albert Welti und schloss sich 1894 der Münchner Sezession an. 1893 realisierte Wieland im Auftrag des österreichischen Verkehrsvereins mit Zeno Diemer ein Grosspanorama der Tiroler Berge für die Weltausstellung in Chicago. 1895 war er am Münchner Panorama der Schlacht von Sedan beteiligt. 1896 und 1897 reiste Wieland für die Leipziger Illustrierte als zeichnender Reporter nach Spitzbergen, um den Start von Salomon August Andrées Nordpol-Ballonfahrt zu dokumentieren. Im Ersten Weltkrieg malte und zeichnete er an verschiedenen Fronten für das österreichisch-ungarische Heeresmuseum in Wien. In der Schweiz realisierte Wieland, der 1904-1906 Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission war, verschiedene Bahnhoffresken, unter anderem in Bern (1914, heute in Göschenen), Basel (1927), Genf (1931) und Luzern (1937, heute in Göschenen). 1918 kehrte er mit der Familie in die Schweiz zurück und wohnte zunächst in Schwyz, ab 1930 in Kriens. Wieland erreichte mit dokumentarischen Aquarellen seiner Nordlandfahrten und einigen atmosphärisch dichten Landschaftsdarstellungen nach 1900 seinen künstlerischen Zenit. Die Bilder des routinierten, vielseitigen Alpenmalers, der sich auch als Grafiker und Plakatmaler profilierte, waren zu Wielands Lebzeiten sehr populär, gerieten aber nach seinem Tod bald in Vergessenheit.

Quellen und Literatur

  • H. von Matt, Hans Beat Wieland, 1977
  • Hans Beat Wieland, Ausstellungskat. Chur, 1996
  • BLSK, 1124
Weblinks
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 11.6.1867 ✝︎ 23.8.1945

Zitiervorschlag

Tapan Bhattacharya: "Wieland, Hans Beat", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022699/2013-11-05/, konsultiert am 23.04.2024.