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Villars-Chesières

Villars-sur-Ollon

Fremdenverkehrsort in der Gem. Ollon VD, Bez. Aigle, der auch Villars-sur-Ollon genannt wird und aus zwei Weilern hervorgegangen ist. 1290 Chisiery, 1316 Plan-Villard. Villars: 1404 14 Feuerstätten; 1764 32 Einw.; 1886 104; 1900 189, 2009 1'503. Chesières: 1404 23 Feuerstätten; 1764 108 Einw.; 1900 220; 2009 1'529.

Im MA nutzte die Abtei Saint-Maurice hier Alpweiden und in beiden Weilern werden Kapellen erwähnt. Unter bern. Herrschaft 1476-1798 bildeten die Weiler zwei der Oberen Zenden von Ollon, die bis 1874 ein gewisses Mass an Selbstständigkeit genossen. 1750 und 1821 versuchten sie vergeblich, sich von Ollon zu trennen. V. war anfänglich nach Ollon, 1824-45 und erneut ab 1860 nach Huémoz kirchgenössig, bis es 1947 eine selbstständige Kirchgem. wurde. Seit 2000 gehört es zur Kirchgemeinde Ollon-Villars. V. verfügt über eine engl. Kirche (gebaut 1883), eine Kapelle (1888), eine kath. und eine ref. Kirche (1955 bzw. 1961). 1790-1818 wurde in Chesières ein Salzvorkommen ausgebeutet. In Villars nahm 1837 eine Pension den Betrieb auf, doch der tourist. Aufschwung erfolgte erst mit der Strassenverbindung Ollon-Chesières 1868 und der Eröffnung der Eisenbahnlinie Bex-Villars 1901, die 1906 bis Chesières (1960 eingestellt) und 1913 bis Bretaye verlängert wurde. V. entwickelte sich zum noblen Ferienort. Das 1913 eröffnete Hotel Villars-Palace wurde 1968 vom Club Méditerranée übernommen. Ab 1970 entstanden Aparthotels und Wohnchalets. 1908 wurde ein Eishockeyclub gegründet (1963, 1964 Schweizer Meister), 1959 die Gondelbahn Roc d'Orsay gebaut. V. beherbergt mehrere Privatschulen, darunter seit 1949 das Aiglon College.

Quellen und Literatur

  • L. Bridel, «Promotion immobilière et développement touristique alpin», in RHV, 2006, 83-98
  • A. Baud et al., Ollon Villars, 2007
Kurzinformationen
Variante(n)
Villars-sur-Ollon