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PhilippeCorsat

30.7.1809 Pully, 26.9.1874 Genf, ref., von Pully. Sohn des Jean-Justin-Louis, Gerichtsvollziehers am Friedensgericht, und der Suzanne-Françoise geb. Cochard. Verheiratet und geschieden. Als Barbier hatte C. von früher Jugend an Frankreich bereist. Als er 1831 in Neuenburg arbeitete, nahm er dort an den antiroyalist. Erhebungen teil, was ihn zur Flucht zwang. 1832/33 liess er sich in Genf nieder und eröffnete im populären Quartier Saint-Gervais einen kleinen Laden. Nachdem er sich den Fourieristen angeschlossen hatte, wurde aus seinem Geschäft ab 1840 ein Propaganda-Zentrum für die Ideen von Charles Fourier. Ausserdem vertrieb C. auch Publikationen anderer Strömungen. Als unermüdl. Versdichter veröffentlichte er zahlreiche zeitkritische Stücke. Er nahm an der radikalen Revolution von 1846 teil und solidarisierte sich mit den Flüchtlingen von 1849. 1854 gründete C. die Wochenzeitung «Le Carillon de Saint-Gervais», die er bis zu seinem Tode redigierte. 1856-62 radikaler Abgeordneter.

Quellen und Literatur

  • J. Violette, «Philippe C., le Barbier-Poète», in Almanach du Vieux Genève, 1939, 47-54
  • J.-P. Chuard, «Philippe C., éditeur du "Carillon de Saint-Gervais" et ses amis vaudois», in RHV, 1981, 127-150
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Lebensdaten ∗︎ 30.7.1809 ✝︎ 26.9.1874