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AlbertGaleer

Lithografie eines unbekannten Künstlers, um 1850 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).
Lithografie eines unbekannten Künstlers, um 1850 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).

24.6.1816 Kork bei Kehl (Württemberg), 5.3.1851 Genf, ref., aus dem Vorarlberg, ab 1827 von Biel, ab 1846 Ehrenbürger von Genf. Sohn des Johann Leonhard, Fabrikarbeiters, und der Margaretha geb. Stauffer. Ledig. 1829-31 Gymnasium Biel, ab 1833 Stud. in Heidelberg (Dr. phil.), 1835 Deutschlehrer am Collège de Genève. 1840-41 Mitglied des dt. Arbeiterbildungsvereins. Da G. die kommunist. Ideen Wilhelm Weitlings ablehnte, schloss er sich dem Grütliverein an und wurde dessen erster Zentralpräsident. Nach der Teilnahme an der Revolution von James Fazy 1846 Übersetzer an der Genfer Staatskanzlei. 1847 Präs. des Schweiz. Nationalvereins und Teilnahme am Sonderbundsfeldzug. G. entfaltete eine rege journalist. Tätigkeit in der süddeutschen oppositionellen Presse. Im bad. Aufstand 1848 Generalsekr. der Volksarmee von Johann Philipp Becker. Als enger Freund Giuseppe Mazzinis fand er seine geistige Heimat in der Bewegung Junge Schweiz. 1848-50 radikaldemokrat. Genfer Grossrat. Er entfremdete sich von Fazy und näherte sich sozialist.-demokrat. Ideen an. Ab 1849 propagierte G. in der Zeitschrift "L'Alliance des Peuples - Der Völkerbund" ein demokratisch vereinigtes Europa als Gegenentwurf zum Europa der Monarchien. G. starb an einem Schlaganfall.

Quellen und Literatur

  • Der moral. Volksbund, 1846
  • M. Stehli, Albert G. und sein Einfluss auf die Ideengesch. des schweiz. Grütlivereins, 1936
  • W. Haeberli, «Biel als Zentrum der europ. Emigration 1833-1836», in Neues Bieler Jb., 1964, 51 f.
  • W. und M. Bourquin, Biel, stadtgeschichtl. Lex., 1999, 153 f.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 24.6.1816 ✝︎ 5.3.1851