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Cunz

Seit dem 15. Jh. verbreitetes Geschlecht der St. Galler Oberschicht. Als Stammvater gilt der 1403 erstmals als Parteigänger der Appenzeller erw. Hans (1437). Seine Nachkommen bekleideten über Generationen Stadt- und Hofrichterstellen sowie das Zunftmeisteramt der Pfister. Zur Reformationszeit lassen sich neun versch. Linien nachweisen. Der heute noch blühende Zweig geht auf Nikolaus (1506), Unterbürgermeister und Zunftmeister zurück. Dessen Enkel Sebastian (1537) wirkte als erster Präzeptor der Lateinschule der Stadt St. Gallen. Die höchsten städt. Würden und zugleich den grössten Wohlstand erreichte das Geschlecht mit David (->) und dessen Sohn Kaspar (1622-81), Seckelmeister. Zu Bekanntheit gelangte im 19. und 20. Jh. die Kunstmalerin Martha (->) mit ihrer Landschaftsmalerei und ihren farbigen Holzschnitten.

Quellen und Literatur

  • Bürgerbuch der Ortsbürgergem. St. Gallen, 1900, 1950, 1970 und 1990
  • Schweiz. Geschlechterbuch 5, 149-152