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Raymann

Die Fam., ursprünglich Reimann, später auch Raimann genannt, verbreitete sich ab 1400 im Bez. See (SG) und im Zürcher Oberland mit Schwerpunkt in St. Gallenkappel, Rapperswil (SG) und Goldingen. Die R. von St. Gallenkappel traten als wohlhabende Land- und Gastwirte hervor und bekleideten im 17. und 18. Jh. zahlreiche Ämter der Grafschaft Uznach. Herausragende Vertreter waren Johann Jakob (1718), der vom Landweibel bis zum Landammann aufstieg, ebenso Landammann Kaspar Leonz (1809), der 1776 das prächtige Gasthaus Kreuz in St. Gallenkappel erbauen liess. Hier versammelte sich 1803, 1814 und 1830 die kirchenfreundl. und demokrat. Partei des Linthgebiets, die unter Führung von Kantonsrat Lorenz Alois (1771-1846) den Anschluss an den Kt. Schwyz anstrebte. Die Fam. brachte auch Theologen, etwa Franz Ignaz, Pfarrer 1758-84, und Kaspar Melchior, Pfarrer 1784-1807, hervor.

Quellen und Literatur

  • A. Küng, Aus der Gesch. von St. Gallenkappel, 1951
  • J.U. Custor, Chronik der Grafschaft Uznach, hg. von J. Reck 1973