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Russinger

Bürgergeschlecht von Rapperswil (SG) des 13.-16. Jh., von Russikon herkommend, um 1260 im Dienst der Gf. von Rapperswil. Die R. besassen bis um 1490 ein Haus, das spätere Breny-Haus, und einen Turm auf dem nördl. Herrenberg sowie Güter und Rebberge bei Rapperswil und Küsnacht (ZH). Ab dem 14. Jh. trugen sie vereinzelt den Titel Junker. Sie versahen bis zu ihrem Aussterben nach 1500 wichtige Ämter (österr. Vogt, Rat, Spitalpfleger, Schultheiss) in Rapperswil. Die Fam. stellte einen Abt von Muri, eine Äbtissin von Magdenau und mit Johann Jakob (->) einen Abt von Pfäfers. Mit Marx (1531) erwarb 1529 ein Zweig der Fam. das Bürgerrecht von Basel, der im frühen 18. Jh. ausstarb.

Quellen und Literatur

  • StadtA Rapperswil
  • A. Curti, Das Landenberg-Haus, 1945

Zitiervorschlag

Stadler, Alois: "Russinger", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.06.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022812/2010-06-14/, konsultiert am 29.11.2020.