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Gibelin

Altbürgergeschlecht der Stadt Solothurn. 1498 wurde Werkmeister Hans aus Prismell (heute Alagna, Piemont) Bürger von Solothurn. Conrad und Daniel, die Söhne von Hans, begründeten zwei Linien, die beide nicht zu den höchsten polit. Ämtern aufsteigen konnten, sondern dem Patriziat zweiter Klasse zuzurechnen sind (zwischen ca. 1680 und 1720 nur fünf Alträte, viele Vogteistellen). Grund dafür war nicht zuletzt die häufige Abwesenheit wegen franz. und piemont. Solddiensten (1643 Adelsbrief von Kg. Ludwig XIII. an Daniel). Im 18. Jh. verlor die Fam., die nur noch wenige männl. Mitglieder umfasste, an Einfluss. Wie andere Fam. legten sich die G. eine bedeutende Privatbibliothek zu. Margaritha Franziska (1787-1868) stiftete und leitete die Gibelin'sche Armenschule. Mit August (1818-81) starb die Fam. aus.

Quellen und Literatur

  • J. Kälin, «Woher stammen die G.?», in JbSolG 1, 1928, 255-259
  • SolGesch. 2-3
  • C. Studer, Solothurner Patrizierhäuser, 1981, 46, 67
Kurzinformationen
Variante(n)
von Gibelin

Zitiervorschlag

Fink, Urban: "Gibelin", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.01.2018. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022842/2018-01-17/, konsultiert am 24.11.2020.