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BüelerSZ

Altes Landleutegeschlecht zu Schwyz im Nidwässer- und Muotathalerviertel. Es ist davon auszugehen, dass die B. aus Schönenbuch stammen, verzeichnet doch das Jahrzeitbuch Schwyz enge Beziehungen zwischen den dort ansässigen B. und denjenigen im Muotatal. Eine Abstammung der B. von der Burg Büel in Weesen, wie sie die von Ludwig B. im 18. Jh. verfasste und im Lexikon von Johann Jacob Leu benutzte Genealogie der B., das heute verschwundene sog. Rosenbuch, postuliert, ist dagegen nicht zu belegen; ebensowenig die Einteilung in drei gesonderte Linien. Gemäss der langen Namenliste im Jahrzeitbuch Schwyz waren die B. schon im 15. und 16. Jh. zahlreich. Mit vielen angesehenen Fam., einheimischen und auswärtigen, bestanden Heiratsverbindungen, so z.B. mit den Inderhalden, Auf der Maur, Ab Yberg und Reding von Schwyz, den Hessy von Glarus sowie den Pfyffer von Altishofen, Luzern. Die B. gehörten bis ins 20. Jh. zu den führenden Schwyzer Familien.

Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes an der Schmiedgasse. Fotografie, von Südwesten aufgenommen (Staatsarchiv Schwyz).
Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes an der Schmiedgasse. Fotografie, von Südwesten aufgenommen (Staatsarchiv Schwyz).

Ein Ulrich B. ist 1281 Zeuge beim Verkauf des Guts Jessenen an Conrad Hunn und 1295 im Streit mit dem Kloster Steinen. 1386 fiel Hans uf dem Bül bei Sempach, 1443 Rüde B. von Schönenbuch bei Freienbach. Mit Lienhard (->), erwähnt ab 1545 und um 1550 Siebner des Nidwässerviertels, begann der Aufstieg der bäuerl. Familie zum Häuptergeschlecht. 1567 war Hans Siebner des Muotathalerviertels. In der Folge gelangten viele Familienangehörige in polit. Ämter. Neben den drei Landammännern Josef Anton Ferdinand (->), Josef Anton Georg (->) und Sebastian (->) stellten die B. Landesstatthalter (Josef Anton Eberhard ->), Landessäckelmeister und zwei Landschreiber. Über fünfundzwanzigmal bekleideten sie Landvogteistellen (z.B. Franz Michael ->, Johannes ->). Mehrere B. waren Obervögte, auch Chorherren in Bischofszell. Der Chorherr und Heraldiker Fridolin (1733) hinterliess ca. 1'800 gemalte Wappen. Die an der Schmiedgasse in Schwyz von Johann Kaspar 1683 erbaute Kapelle ist heute noch in Familienbesitz.

Quellen und Literatur

  • StASZ, Personalakten B.
  • Schweiz. Geschlechterbuch 2, 76-82
  • M. Styger, Wappenbuch des Kt. Schwyz, hg. von P. Styger, 1936, 151-155, 173, 194, 256
  • Kdm SZ, NF 1, 1978, 304-310

Zitiervorschlag

Franz Auf der Maur: "Büeler (SZ)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.11.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022878/2005-11-07/, konsultiert am 28.01.2023.