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Jütz

Alte Landleute in Schwyz, im Neuviertel, noch Bürger von Arth und Schwyz. Das Geschlecht stammt vermutlich aus Sisikon (dort um 1600 ausgestorben) und ist wahrscheinlich mit den Schwyzer Jützer (1742 ausgestorben), auch Imhof genannt, identisch. Peter J. von Sisikon fiel 1386 bei Sempach, Hans Jützer 1444 bei St. Jakob an der Birs, Stephan 1515 bei Marignano. Werner war 1578-80 Landvogt in der Riviera, 1578 Gesandter nach Turin zum Bundesschwur der kath. Orte mit Savoyen und 1580-82 Kommissar in Bellinzona. Mit Karl Dominik (->), der ein Textilunternehmen gründete, stiegen die J. zu den führenden Fam. auf. Sie blieben auf lange Jahre Kanzler des Stifts Einsiedeln, etwa mit Josef Anton (1743-95), der wie später Josef Dominik (1753-92) auch Landvogt im Gaster war. Karl Dominik (->) und Joseph Dominik (->) wirkten als Landammänner. Alois (1786-1848) ermöglichte durch ein Legat die Errichtung des Lehrerseminars in Schwyz. Caspar (1892-1972) sass 1920-60 im Kantonsrat (Präs. 1928-29). Heiratsverbindungen bestanden u.a. mit den Ab Yberg, Auf der Maur, Castell, von Hettlingen und Reding.

Quellen und Literatur

  • StASZ, Personalakten J.
  • A. Dettling, Schwyzer. Geschichtskal., 1899-1934 (Reg. im StASZ)
  • Schweiz. Geschlechterbuch 2, 261-264
  • M. Styger, Wappenbuch des Kt. Schwyz, hg. von P. Styger, 1936, 111 f.