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Nideröst

Altes Landleutegeschlecht im Nidwässerviertel in Schwyz. Die N. sind bäuerl. Herkunft, ihr Stammort ist Oberschönenbuch. Martin fiel 1515 bei Marignano. Leonhard (1635) war Ratsherr, 1581 Erbauer der ersten St.-Katharina-Kapelle in Oberschönenbuch sowie 1614-16 Landvogt in den Höfen. Sein Sohn Jost (1581-1666), Hauptmann und Ratsherr, amtierte 1624-26 als Schirmortehauptmann in Wil. Ein weiterer Sohn, Hieronymus (1628-99), Dr. theol., war apostol. Protonotar, erzbischöfl. Konsistorialrat in Salzburg und Pfarrer in Pöls in der Steiermark. Von Josts Söhnen wurde Johann Jost (->) zweimal Landesstatthalter und Franz Leodegar (->) Schwyzer Landammann. Mit Letzteren bildete sich eine vom Ks. Karl VI. in den Adelsstand erhobene Herrenlinie des Geschlechts, die im 19. Jh. erlosch. Von Franz Leodegars Söhnen wurde Franz Anton (->) ebenfalls Landesstatthalter, während Jost Rudolf (->) als Ingenieur, Maler und Zeichner Bedeutung erlangte. Karl Ignaz (->), Sohn des Johann Jost, befehligte als Oberst ein Schweizerregiment im Dienste Spaniens. Weitere Mitglieder der N. sassen im Rat. Josef Sigmund (1785-1854) war Ingenieur und fertigte mehrere Reliefs an, u.a. das sog. Muotathaler Relief im Gletschergarten Luzern, das die Schlacht zwischen Russen und Franzosen 1799 im Muotatal wiedergibt. Josef Anton (1804-56) war Graveur und Medailleur. Heiratsverbindungen bestanden u.a. mit den Auf der Maur, Betschart, Fassbind, Gasser, Kyd und von Hettlingen. Ab Mitte des 19. Jh. verlor das Geschlecht politisch an Bedeutung.

Quellen und Literatur

  • M. Styger, Wappenbuch des Kt. Schwyz, hg. von P. Styger, 1936, 158-160
  • Kdm SZ NF 1, 1978