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TannerSZ

Alte Landleutefamilie von Schwyz, im Artherviertel. 1532 wurde Kaspar, genannt Gerber, von Uri, in Arth ins Landrecht aufgenommen – vermutlich als Wiedereinbürgerung. 1566 erteilte das Nidwässerviertel Jost das Landrecht. Die im Beisassenrodel 1671 verzeichneten Tanner stammten aus Appenzell, sie wurden 1806 als Neue Landleute dem Nidwässerviertel zugeteilt. Im Bezirk Schwyz sind die Tanner ausgestorben. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts erscheinen Tanner als Waldstattleute in Einsiedeln, als Landleute der March und als Zinspflichtige in den schwyzerischen Höfen. Josef Martin war 1766-1768 Landvogt im Bleniotal, 1770-1772 und 1776-1778 in der Riviera sowie 1772-1774 und 1778-1780 in Bellinzona. Sebastian Anton war Kaplan in Arth, 1746-1758 Pfarrer in Morschach und bis 1805 in Muotathal, wo er den Neubau der Pfarrkirche anregte. Sein Neffe Konrad (->war 1808-1825 Abt des Klosters Einsiedeln. Demselben Arther Familienstamm gehörten die Brüder Plazidus (->), Abt des Klosters Engelberg, und Anton (->), Theologe, an.

Quellen und Literatur

  • StASZ, Personalakten
  • M. Styger, Wappenbuch des Kt. Schwyz, hg. von P. Styger, 1936, 63, 163, 224, 241, 266

Zitiervorschlag

Ralf Jacober: "Tanner (SZ)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.08.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022918/2011-08-24/, konsultiert am 22.05.2024.