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Kym

Ursprünglich aus Berlingen stammende ref. Fam., die im 17. und 18. Jh. hohe Gemeindeämter in Ermatingen innehatte. 1613 erhielten die K., die häufig als Barbiere und Chirurgen tätig waren, durch Heirat das Bürgerrecht von Ermatingen. Mit Salomon (1626) stieg die Fam. rasch auf: 1613 Bürgermeister, 1621 Ammann des bischöfl.-konstanz. Niedergerichts Ermatingen (Obervogtei Reichenau). 1622-26 bekannte sich die Fam. zum kath. Glauben. Bis 1772 besetzten die K. die einflussreichsten Gemeindeämter (Gerichtsschreiber, Quartierhauptmann, Ammann): Hans Konrad I. (1618-84) und Hans Konrad II. (1655-1737). Mit Hans Konrad III. (1714-72), dem Letzten des Familienzweigs, besassen die K. auch das Amt des bischöfl.-konstanz. Vize-Obervogts in Gottlieben.

Quellen und Literatur

  • O. Nägeli, «Die Fam. K. von Ermatingen», in ThBeitr. 42, 1902, 76-125