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LocherTG

Bedeutendes thurg. Geschlecht, vermutlich ab 1420 in Frauenfeld ansässig. Die L. erhielten 1494 vom kaiserl. Hofpfalzgrafen Albrecht von Bonstetten und 1598 von Papst Clemens VIII. Adelsbriefe. Von der Mitte des 15. bis ins 19. Jh. hinein dienten viele Familienangehörige im Thurgau als Beamte, so Jakob ca. 1500-32, Hans (->) 1532-64, Ulrich 1565-78 und Hans Ulrich (->) 1578-1612 als Landschreiber, andere als Landrichter. In Frauenfeld stellten sie Räte, Schultheissen (u.a. Ulrich ca. 1456-69, Jakob ca. 1480-1500, Hans Ulrich 1621-29, Johann Melchior 1652-72 und Karl Joseph 1727-40) und Stadtschreiber. Joseph Anton (->) übte als kath. Politiker grossen Einfluss von der Helvetik bis in die ersten Jahre der Restauration aus. Während der Reformation blieben die L. katholisch und stifteten thurg. Klöster, so u.a. 1595 das Kapuzinerkloster Frauenfeld.

Quellen und Literatur

  • F. Locher, Gesch. der L. von Frauenfeld, Ms., 1940, (StATG)