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WehrliTG

Ratsfamilie in Frauenfeld, im Steuerrodel 1443 erwähnt. Hans (1521), vor 1499 konstanzischer Landgerichtsknecht, 1512 und 1515 Hauptmann der thurgauischen Truppen in den Mailänderkriegen, bis 1519 und ab 1520 thurgauischer Landweibel, erwarb ein Vermögen. Landammann Martin (->) erhielt 1557 den Zunamen von Greifenberg, den seine Söhne aus zweiter Ehe, Wolf Walter, Gerichtsherr von Lommis, und Wolf Adam, übernahmen. Martins Söhne aus erster Ehe und Enkel hatten das thurgauische Landammannamt bis Ende des 16. Jahrhunderts inne, so 1543-1562 Peter (1562), nach 1564 Ludwig sowie ab 1573 auch dessen Sohn Hans Melchior (1597). Ludwigs anderer Sohn Johann Theobald Werli wirkte 1565-1598 als Abt von Rheinau. Wolf Heinrich (1642) war Ratsherr in Frauenfeld. Seine Kinder zogen nach Gengenbach (Baden, D) und nannten sich dort Meier von Greifenberg. Die genealogischen Beziehungen zu anderen Namensträgern im Thurgau sind nicht erforscht.

Quellen und Literatur

  • EA 3 II; 4 I A-E
  • J. Frick, «Zur Nobilitierung der thurg. Fam. Wehrli von Greifenberg», in SAHer, 1915, H. 1
  • A. Hux, Bürgerbuch der Stadt Frauenfeld, 2005, 1866
Kurzinformationen
Variante(n)
Wehrli von Greifenberg
Werlin
Wernli

Zitiervorschlag

Erich Trösch: "Wehrli (TG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022979/2013-10-14/, konsultiert am 14.04.2024.