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Reichlin von Meldegg

Ritteradlige Fam. in Konstanz und Überlingen, die den Namenszusatz und das Wappen 1400 von der Fam. von Meldegg übernahmen. Der Konstanzer Arzt und Gelehrte Andreas liess 1462 in Überlingen ein Patrizierhaus erbauen. 1526 erwarben Andreas, Clemens und Hans die Gerichtsherrschaft Liebburg von Wolfgang von Homburg, die 1628 als Erbe an Marx von Ulm fiel. Die R. standen im Thurgau in enger Verbindung zu den Blarer, den Lanz von Liebenfels und den von Hallwyl in der Herrschaft Blidegg. Bei Fruthwilen erwarb Gabriel 1580 den Hof Hueb, den er standesgemäss als Huebberg ausbaute und vom Landvogt im Thurgau die Exemtion als Freisitz erlangte. Der Fam. entstammten im 16. und 17. Jh. einige Nonnen in den Klöstern St. Katharinenthal (1585 Priorin Margaretha) und Tänikon. Im 17. Jh. zogen sich die R. aus dem Thurgau zurück.

Quellen und Literatur

  • Gesch. der Fam. R., hg. von H. Reichlin von Meldegg, 1881
  • Kdm TG 6, 2001, 312
  • M. Piana, «Das Reichlin-Meldegg-Haus in Überlingen», in SVGB 121, 2003, 1-39
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