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ErbUR

Urner Magistraten- und Offiziersfamilie des 15.-17. Jahrhunderts in Altdorf. Die Erb sind im Fraumünster Rodel von 1321 als Zinsleute in Schattdorf nachgewiesen. Der Stammvater Heinrich, 1499 ins Landrecht aufgenommen, trat als Tagsatzungsgesandter und eidgenössischer Bote, vor allem aber als Urner Truppenführer (Pavierzug 1512, Schleifung des Schlosses Lugano 1517) hervor. 1523 war er Hauptmann in französischen Diensten. Sein Sohn Roman, ebenfalls Offizier in Frankreich, erwarb 1550 die Herrschaft Grünenstein und verehelichte sich vor 1562 mit einer Tochter des Freiherrn Ulrich Philipp von Hohensax. Obwohl die Erb weiterhin in Lokal- und Landesämtern vertreten und sozial angesehen waren, gehörten sie nie zu den Häupterfamilien Uris und starben 1681 aus.

Quellen und Literatur

  • StAUR
  • G. Muheim, «Die Tagsatzungs-Gesandten von Uri», in HNU 15, 1909, 71; 16, 1910, 31
  • R. Durrer, «Die Geschenke Papst Julius II. an die Eidgenossen», in HNU 19, 1913, 1-45, insbes. 43 f.

Zitiervorschlag

Hans Stadler: "Erb (UR)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.06.2017. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023399/2017-06-14/, konsultiert am 19.06.2024.