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Kluser

Urner Bauern- und Magistratenfamilie, die in den Quellen auch als von Kluse oder ze Klus auftaucht. Ein gewisser Cluser wird um 1300 erstmals unter den Zinsleuten des Zürcher Fraumünsters in Erstfeld erwähnt. Der Name Kluser ist wohl vom Stammsitz in der Klus abgeleitet. Die Familie übernahm im 14. Jahrhundert in Erstfeld Güter von den Meiern von Erstfeld. Von hier aus erfolgte im 14. bis 15. Jahrhundert die Verbreitung des Geschlechts nach Flüelen, Silenen, Wassen und Schattdorf. Ein Zweig liess sich um 1400 im Schächental nieder, wo er 1418 vom Fraumünster Heimwesen und Alpen erwarb und im 16. Jahrhundert Verschwägerungen mit anderen Magistratenfamilien (u.a. den Kuon von Uri und den Stüssi von Glarus) einging. Die Kluser waren vom 14. bis ins 16. Jahrhundert in den vorsitzenden Ämtern vertreten, so etwa mit Johann (->). Danach taten sich einzelne Mitglieder im Kunsthandwerk sowie in der Kirche und Schule hervor. Heute hat die Familie noch Bürger in Spiringen, die vor allem im Schächental und in Bürglen wohnen.

Quellen und Literatur

  • StAUR, Slg. Friedrich Gisler
  • A. Müller, «Geschichtl. Notizen über die Pfarr-Gem. Spiringen», in HNU 7, 1901, 18-73, v.a. 43

Zitiervorschlag

Hans Stadler: "Kluser", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.10.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023403/2008-10-21/, konsultiert am 19.07.2024.