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Kuon

Ausgestorbenes Urner Geschlecht, das 1321 erstmals genannt wird. Die These, wonach die K. aus dem Tirol nach Uri eingewandert sind, ist nicht gesichert. Vom 14. bis zum 16. Jh. sind sie in Schattdorf und im Schächental nachgewiesen, vom 16. bis zum 19. Jh. waren sie auch in Altdorf (UR) ansässig. 1559 erhielt Statthalter Hans von Ks. Ferdinand I. einen Adelsbrief. Er förderte als Vertrauter von Kardinal Karl Borromäus die kath. Reform. Den Höhepunkt ihres polit. Einflusses erreichte die Fam. mit Sebastian Heinrich (->) und Landeshauptmann Adrian (1586). Die K. stellten zahlreiche Tagsatzungsgesandte und Offiziere in fremden, v.a. königlich franz. Diensten. Ferdinand Emanuel (1723-82) amtierte 1772-76 als Landesstatthalter. Mit seinem Enkel Heinrich starb das Geschlecht 1807 aus.

Quellen und Literatur

  • StAUR, FamA
  • G. Muheim, «Die Tagsatzungs Gesandten von Uri», in HNU 16, 1910, 1-199
  • U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991
  • H. Stadler-Planzer, Spiringen, 1991