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Emma

Notarsfamilie aus der Bürgergemeinde (patriziato) von Olivone, die seit dem 15. Jh. im Bleniotal belegt ist und noch heute besteht. Ein Zweig liess sich im Lauf des 17. Jh. in Lugano nieder und wurde dort 1807 in die Bürgergemeinde aufgenommen. Während einige Mitglieder im Tessin als Anwälte und Notare tätig waren, wanderten andere schon im SpätMA aus und übten oft einfache Berufe aus, v.a. in Mailand. In einigen Fällen gründeten sie indes wichtige Betriebe, so in Turin, wo sich Angehörige des Geschlechts gegen 1750 niederliessen, in der Schokoladenherstellung arbeiteten und schliesslich den Königshof belieferten. In der Zeit der eidg. Herrschaft hatten versch. Familienmitglieder öffentl. Ämter inne (Kanzler, Dolmetscher, Statthalter), und auch im 19. Jh. waren die E. oft politisch aktiv; daneben hatten sie auch Geistliche in ihren Reihen. Im 17. Jh. waren die E. die grössten Land- und Hausbesitzer in Olivone.

Quellen und Literatur

  • G. Bolla, La storia di Olivone, 1931, 120-122