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Giorgioli

Ab 1530 bezeugte Künstlerfam. aus Meride, von der mindestens vier Generationen bekannt sind. Ihre Mitglieder wirkten als Holzschnitzer, Stuckateure, Bildhauer, Maler (Francesco Antonio ->), Baumeister und Architekten und arbeiteten vom 17. bis zum 19. Jh. in der Schweiz, in Deutschland, Italien, Polen, Österreich, Holland und in der Slowakei. Gelegentl. Wohnsitze an andern Orten (Mailand, Lugano und anderswo im Tessin) sind mit den künstler. Tätigkeiten in Verbindung zu bringen. Der Bezirksrichter Carlo (1844 in Mendrisio) ist der einzige nachgewiesene männl. Familienangehörige ausserhalb des künstler. Umfelds. Aus den Familienbriefen geht die Arbeitsstrategie der G. hervor, die im Übrigen typisch für das Tessiner Kunsthandwerkermilieu war: Gestützt auf die verwickelten und verzweigten Verwandtschaften und die Freundschaften mit Arbeitskollegen verschafften sie sich Aufträge, brachten die Söhne in einer Werkstatt unter und vereinbarten die Heiraten.

Quellen und Literatur

  • A. Lienhard-Riva, Armoriale ticinese, 1945, 200 f.
  • G. Martinola, Lettere dai Paesi transalpini degli artisti di Meride e dei villaggi vicini, 1963

Zitiervorschlag

Damiani Cabrini, Laura: "Giorgioli", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.04.2004, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023523/2004-04-28/, konsultiert am 28.11.2020.