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Varesi

Die Fam. mit Stammsitz im Turm von Faido wanderte im 15. Jh. aus Varese ein. Stammvater Johannes (del Presbitero) de Varexio, Gastwirt und Händler, ist 1428 in Faido belegt. Er wurde 1431 in die Nachbarschaft von Osco aufgenommen, sass im Generalrat und war Statthalter des Urner Landvogts der Leventina. Besonders mit Johannes' Söhnen Cristoforo und Martino stiegen die V. in Handel und Politik ein. Schon im 15. Jh. bekleideten weitere V. öffentl. Ämter und arbeiteten mit den Urnern zusammen. Der soziale Aufstieg der Fam. gründete auf ihrer breiten polit. Verankerung in der Leventina und auf dem Erwerb von Handelsprivilegien (u.a. Pacht des Zolls von Faido). 1459 stiftete die Fam. in Faido die Kapelle S. Bernardino. Einige V. führten vermutlich den Titel eines Ritters des Ordens S. Maurizio di Savoia. Martino, Geschworener der Leventina und Schatzmeister, erhielt 1593 das Urner Bürgerrecht. Der letzte männl. Nachkomme war Giuseppe Maria, Kapuziner und 1683 Oberer des Klosters Faido. In weibl. Linie setzte sich die Fam. über Caterina (nach Mai 1681), Ehefrau von Johann Peter Bessler von Uri, fort.

Quellen und Literatur

  • MDT, Ser. 1
  • Faido, hg. von V.F. Raschèr, M. Frasa, 1982, 32