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Joris

Seit 1394 bezeugte Fam. von Orsières. Sie teilte sich dort in zahlreiche Zweige auf, die man aufgrund ihres Wohnsitzes unterscheidet, namentlich La Place, Le Châble und Le Bourgeal. Mitglieder der Fam. wanderten um 1570 nach Bagnes aus, ab 1630 nach Sitten und nach Martigny, wo sie 1725 eingebürgert wurden, im 19. Jh. nach Charrat und Saillon und 1920 nach Chamoson. Im 19. Jh. spielten die zahlreichen Notare, Magistraten, Grossräte, Richter und Offiziere der Fam. eine wichtige Rolle im Wallis. Zu den J., die sich in der Schweiz und im Ausland ausgezeichnet haben, gehört François-Alexis (1752-1840), Hauptmann (capitaine-major) im Regiment de Courten und Ritter des St.-Ludwigs-Ordens. François-Emmanuel (1761-1814), Vater von Alexis (->), war 1802-08 Abgeordneter im Walliser Landrat. Fidèle (->) war Nationalrat. Gaspard-Emmanuel (1880), Dr. med. der Univ. Wien, verfasste mehrere medizin. Abhandlungen. Die meisten der zahlreichen Geistlichen der Fam. waren Augustiner Chorherren des Gr. St. Bernhard.

Quellen und Literatur

  • Walliser Wappenbuch, 1946, 135 f.
  • Neues Walliser Wappenbuch 2, 1984, 122 f.