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Venetz

Begüterte Familie aus dem Saastal, die im 14. Jahrhundert als Veneto erstmals beurkundet ist. Sie verzweigte sich in alle Walliser Zenden. Ein Zweig brachte sich am Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat in den Besitz des Majorats von Chouson, das heisst von St. Niklaus. Aus den verschiedenen Zweigen gingen bis zum Ende des Ancien Régime zahlreiche Meier von Mörel und Kastläne von Visp, Brig, Niedergesteln-Lötschen, Siders, Sitten, Nendaz und Bouveret hervor. Insgesamt stellten die Venetz sieben Landvögte von Monthey und vier von Saint-Maurice sowie – im 15. und 16. Jahrhundert – die fünf Landeshauptmänner Anton (->), Egidius (->), Theodul (->), Thomas (->) und Thomas (->). Mehr als zwei Dutzend waren Weltpriester oder Ordensleute der Kirche. Der Offizier und selbst ernannte Graf von Saas, Ferdinand, stammte von Gampel und war 1798 und 1799 einer der Anführer der Oberwalliser Aufständischen. Aus der Staldner Linie kamen die beiden Kantonsingenieure Ignaz (->) und sein Sohn Franz im 19. Jahrhundert sowie mehrere Grossräte im 20. Jahrhundert.

Quellen und Literatur

  • Walliser Wappenbuch, 1946, 277 f.

Zitiervorschlag

Bernard Truffer: "Venetz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.02.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023607/2013-02-21/, konsultiert am 01.03.2024.