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Wegener

Walliser Fam. mit dem ursprüngl. Namen Guttheil, die ab 1432 in Eggerberg nachgewiesen ist. Im 16. und 17. Jh. stellte sie lokale Amtsträger. Ein Zweig der Fam. benannte sich ab dem 16. Jh. nach ihrem Wohnsitz im Weiler Weginen. Von Eggerberg aus verbreiteten sich die W. im 16. Jh. nach Lalden und weiter nach Brigerberg, wo Hans Guttheil alias Weginer 1589 das Burgerrecht von Ried-Brig erwarb. Der Aufstieg der Fam. begann mit Christian (1683), der 1666-67 als Meier und Richter des Freigerichts Ganter wirkte. Sein Sohn Christian (1653-1732), Grosskastlan von Brig, wurde dort 1692 in die Burgerschaft aufgenommen. Dessen Sohn Franz Christian (1677-1745), verheiratet mit Maria Cäcilia Mannhaft, einer Enkelin Kaspar Stockalpers vom Thurm, war 1725-45 siebenmal Grosskastlan und 1730 Bannerherr von Brig. Dessen Sohn Moritz Anton Fabian (->) wurde Landeshauptmann und seine Nachkommen erwarben vor 1789 das Burgerrecht von Sitten. Martha Zimmermann-Guttheil starb 1932 als letzte Angehörige der Guttheil in Eggerberg. In der Briger Burgschaft erinnern drei imposante W.-Häuser an Reichtum und Ansehen des Geschlechts im 18. Jh.

Quellen und Literatur

  • Walliser Wappenbuch, 1946, 291
  • von Roten, Landeshaupmänner, 503-527