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Weingarten

Oberwalliser Adelsfamilie, die Huboldi oder Uboldi hiess und sich dann nach ihrer östlich von Naters gelegenen Burg Weingarten (de vineis) nannte. Die ab dem 12. Jahrhundert belegte Familie verbreitete sich nach Brig, Mörel, Goms und Sitten. Heiratsbeziehungen bestanden mit den Geschlechtern d'Anniviers, de Vespia (von Visp), de Montheys, de Compey und mit Adelsfamilien aus dem Aostatal. Mitglieder der Weingarten taten sich im Dienst des Bischofs von Sitten hervor. Sie stellten auch mehrere Geistliche, so 1331 den ersten Prior der Kartäuserniederlassung auf Gerunden. Das Geschlecht erlosch im 16. Jahrhundert, doch ist die ab dem 13. Jahrhundert auftretende und im 19. Jahrhundert ausgestorbene Familie de Vineis von Siders möglicherweise gleichen Ursprungs.

Quellen und Literatur

  • Walliser Wappenbuch, 1946, 282, 291

Zitiervorschlag

Bernard Truffer: "Weingarten", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023611/2013-10-09/, konsultiert am 17.06.2024.